Warum sich Kubica in der WRC schwer tut

Von Robert Kubica hat man im Vorfeld der WRC Saison 2014 viel erwartet. Viele (sehr optimistische) Leute meinten sogar, dass er schon Siege holen könnte. Aber man hat ihn überschätzt und er baut einen Unfall nach dem anderen. Doch ich möchte den Grund nennen, warum das nicht so schlimm ist.

Nun, als Rallye-Fan ist man auch gleichzeitig ein großer Colin McRae-Fan. Viele seiner Rallyes und Unfälle sind für die meisten Leute noch in Erinnerung geblieben. Er gilt nämlich als Legende des Sports. Mit 25 Siegen und dem WM-Titel in der Saison 1995 mit den legendären blauen Subaru Impreza machte er sich einen Namen. Doch bis dahin musste McRae auch mal klein anfangen, bis er seinen ersten WRC-Sieg holte (1993 Neuseeland).

Er machte vor allem durch Unfälle auf sich aufmerksam, besonders die bei der Rally Finnland 1991, als er sich dort gleich dreimal überschlagen hatte und die Rally trotzdem als Achter beenden konnte. Nun, ungefähr so verläuft der WRC-Karrierebeginn von M-Sport WRT-Fahrer Robert Kubica.

Er hatte bei seinen bisher vier WRC-Läufen gleich mehrere Unfälle. In Großbritannien letztes Jahr landete er erstmal in einen Graben und dann flog er im fünften Gang in die Botanik. In Monte Carlo fuhr er gegen eine Brücke, in Schweden landete er gleich zweimal in einer Schneewand und in Mexico überschlug er sein Auto auch zweimal. Erst auf einer Zuschauerprüfung und dann (mal wieder) einen Hang hinunter in den Wald. Viele Rally-Fans, die jetzt vor der Saison für ihn die Daumen gedrückt haben, sind jetzt eher negativ von ihm überrascht und lassen ihrer Frustration im Internet freien Lauf. Sowas wie „Oh, er hat das Auto wieder verschrottet, was für eine Überraschung“ oder „Er sollte wieder in F1 fahren, dort kann er wenigstens nicht gegen einen Baum setzen“.

Leute, gebt ihm ein wenig Zeit. Er ist erst seine vierte Rallye gefahren, da erwartet man keinen Sebastien Leob, sondern einen normalen Menschen, der auch Fehler macht, nicht wie Loeb, der fast immer perfekt fährt, also auch kein Mensch ist… denke ich mal… Wie auch immer, sowohl Colin McRae als auch Jari Matti-Latvala haben eine gewisse Zeit gebraucht, um ihren Speed auch in Zieleinfahrten umzusetzen. Man darf auch nicht vergessen, dass er nicht im M-Sport Ford Fiesta sitzt, weil er ein ehemaliger F1 GP-Sieger war, sondern weil er letztes Jahr die WRC2-Weltmeisterschaft gewonnen hatte. Er kann also bei einer Rally auch ins Ziel kommen.

Das Wichtigste ist einfach, dass er auch aus seinen Fehlern lernen kann, sonst könnte er wie Evgeny Novikov enden, nämlich im nirgendwo.

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