Was mit der Indycar-Serie falsch läuft

Die Indycar-Serie ist, oder war, eine Fusion zwichen der IRL (Indy Racing League) und der immer noch geliebten ChampCar Serie (ehemals CART). Die Indycar-Serie hatte in den letzten Jahren mit der Popularität hart zu kämpfen und hatte im Vergleich zu Nascar deutlich das Nachsehen bei den Zuschauerzahlen. Aber warum ist das so?

Jaques Villeneuve kündigte letzte Woche seine Rückkehr zum Indy 500 an. Nascar Sprint Cup-Fahrer Kurt Busch (Nascar Nextel Cup-Meister von 2004) kündigte an, dass er das „Double“ machen wird. Er wird am selben Sonntag das Indy 500 und das Coca-Cola 600 in Charlotte bestreiten. Er ist zwar kein Tony Stewart (der das Double 1999 und 2001 machte), aber ich wünsche ihm dennoch für sein Indycar-Debüt viel Glück.

Das mediale Interesse ist nur bezüglich des Indy 500 gestiegen, mal wieder. Die restliche Indycar-Serie selbst ist nur ein Schatten dieses Events. Das Indy 500 ist auch das einzige Rennen, bei dem die Indycar-Serie höhere Einschaltquoten erzielt als die Rennen in der Nascar-Serie (Coca-Cola 600).

Die Indycars haben zwar die Action auf der Strecke, aber kein gutes Marketing-Konzept (wie die WRC übrigens auch). Alle Rennen werden in den USA im Free-TV ausgestrahlt (NBC Sports, ABC), während in Europa nur MotorsTV die Rechte hat (Pay-TV). Auch in Deutschland kommt man an Indycar-Rennen nur durch den Pay-TV Sender Sport1 US ran. Es ist zwar logisch, einige Rennen zu den Pay-TV Sendern zu bringen (offensichtlich aufgrund des Geldes), aber wenn man nicht einmal Highlights in den Free-TV Sendern bekommt kann, wie soll dann irgend jemand auf diese Serie aufmerksam werden? Schließlich will der Vorstand von Indycar in Zukunft Rennen in Europa stattfinden lassen. Ohne das nötige Marketing bzw. Werbung wird sich niemand für diese Serie in Europa interessieren (zumindest nicht Motorsport-Fans und die, die nur F1 kennen).

Ich denke aber immer noch, dass im Vergleich zur Nascar-Serie Indycar das „echte“ Racing ist. Nascar Fahren an sich ist keine einfache Aufgabe, sonst hätten ja Fahrer wie Juan Pablo Montoya oder Jaques Villeneuve schon viele Siege geholt (was natürlich nicht passierte). Aber wenn man ein paar Runden vor Schluss die Gelbe Flagge schwenkt, nur um das Feld zusammenzuschieben und um Massenkarambolagen zu verursachen, ist das für mich nur Show.

Es wäre auf jeden Fall schön, wenn Eurosport wenigstens Highlights zeigen würde (wie sie es früher auch mal getan haben). Das mangelnde Interesse liegt aber aber auch daran, dass wir eindeutig zu wenige Motorenhersteller haben. Chevrolet und Honda sind nicht genug. Zum Beispiel Ford würde der Serie sicherlich gut tun und die waren ja schon mal dabei (mit Cosworth).

Jedenfalls ist diese Indycar-Saison sicherlich eine der spannendsten der letzten Jahre. Besonders gespannt bin ich auf das neue Aeropaket für die Oval-Rennen (inklusive Indy).

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