Was ist bloß los mit der DTM?

Ja, mal wieder hat der Hans Werner Aufrecht, der Vorsitzende der ITR, diese komplett unrealistischen Visionen von einer US-DTM. Und jedesmal, wenn Mercedes, Audi oder BMW an der Idee zweifeln, meint HWR wieder: “Keine Sorge, das Hersteller-Interesse wird kommen“. Das sagt er jetzt schon seit einem halben Jahr. Und jetzt sage ich, warum sich auch nichts ändern wird.

Die Idee mit der US-DTM kam, als die Regelungen der neuen USCC präsentiert worden sind, also so Mitte 2013. Aufrecht hatte ja schon lange diese Visionen von einer “Intenationalen DTM“, also eine zweite WTCC sozusagen. Der Unterschied zur WTCC ist aber, dass dort gar keine Tourenwagen mitfahren. Das sind einfach nur Autos mit einer Carbon Hülle oben drüber, die mit einem “Prototypen-Look“ über ihren Kern als Serienfahrzeuge hinweg täuschen.

Wie auch immer, die US-DTM Visionen von Aufrecht sind folgende: Acht bis zehn Rennen quer durch die USA, vier davon im Rahmen der Nascar, die anderen vier im Rahmen der USCC. Nun stellt sich die Frage, würde das irgendeinen US-amerikanischen Motorsport-Fan interessieren, wenn nur drei deutsche Autohersteller um die goldene Ananas fahren? Mit einem mickrigen Starterfeld von 22 Autos (im Vergleich zu Nascar, USCC)? Nein, ich denke nicht. Also müsste mindestens ein amerikanischer Autohersteller her, um dort das Interesse zu wecken.

Letzten Monat gab es ein Meeting, das von der ITR veranstaltet worden ist. Mit dabei waren GM, Ford und Chrysler. HWR hoffte bestimmt auf großes Interesse dieser genannten Firmen. Es kam alles anders. GM und Ford fragten sich, warum sie einen Einstieg in die US-DTM in Betracht ziehen sollen, wenn die Nascar eine sowieso bessere Lösung für das Marketing ist. Und Chrysler? Nun, sie haben solange für eine Entscheidung gebraucht, dass sie plötzlich Fiat hießen. Aber HWR gibt nicht auf, er glaubt fest daran, dass sich irgendeiner dafür interessiert, bis diese Idee wegen mangelndem Interesse wieder gestoppt werden muss.

Genug von diesem Schwachsinn, jetzt möchte ich mal sagen, was die DTM wirklich ändern sollte:

– Keine Überholhilfen oder irgendwelche Gimmicks a la F1 (DRS)

– Fusionierung mit der sterbenden ADAC Procar und Übernahme des aktuellen FIA Tourenwagen Regelwerks

– erlauben, dass auch andere Teams und Fahrer sporadisch in der Serie auftreten können (die geliebten “Wildcard“-Fahrer)

– ein rein deutscher Kalender, denn es geht hier nicht um eine “ETM“ oder “WTM“

– feuert HWR

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