Macht Nascar die TUSCC kaputt?

Die 24 Stunden von Daytona letztes Wochende war der Start einer neuen Ära in der Sportwagengeschichte von Nord Amerika. Das Rennen war, kontrovers, lächerlich und spannend zugleich.

Ich habe von der neuen Tudor United SportsCar Championship erstmal nicht viel erwartet. Schon nach den “Roar before the 24“ war klar, dass die DP’s (Daytona Prototypes) schneller als die LMP2 Autos sein werden. Generell wirkt die Prototypen Klasse eher aufgeteilt, als ob die LMP2 einfach zu den DP’s dazu gemacht worden sind, ohne sich wirklich Mühe gemacht zu haben diese zwei komplett unterschiedlichen Klassen richtig anzugleichen. Hier könnte man natürlich sagen, dass Nascar die DP’s in dieser Situation bevorzugt, weil man selber merkt, dass die DPs kein Publikumsliebling sind.

 

Aufjedenfall waren die DPs, inbesondere der von Corvette, das wohl stärkste Modell in Daytona. Die ersten vier Positionen wurden von Corvette DPs besetzt, die erste Position von Action Express Racing und der Fahrerpaarung Barbosa/Fittipaldi/Bourdais. Die Riley/Ford DPs von Ganassi und Shank waren im Qualifying ziemlich langsam, aber konnten im Rennen mithalten. Die zwei Ganassi Fahrzeuge schieden aber wegen eines kränkelnden V6 EcoBoost Motors aus. Es ist noch nie ein Auto von Ganassi bei den 24-Stunden von Daytona ausgeschieden. Der Muscle Milk Oreca 03- Nissan war das stärkste LMP2 Modell, mit Platz fünf. Alle anderen LMP2 Autos hatten entweder technische Probleme oder waren viel zu langsam. Besonders der Lola B12/60 von SpeedScource mit den Skyactiv-D V4 Mazda Motor. Dieser Motor war ursprünglich in einem Mazda 6 für die damalige GX Klasse der Grand Am gebaut worden, aber nicht für ein LMP2 Auto. Deshalb war der Lola sogar langsamer als ein GTD Auto.

Mal sehen ob es reicht beim nächsten Rennen in Sebring bei den LMP2s den Luftmengenbegrenzer bei den Air-Restriktoren zu erhöhen um somit ein paar mehr PS zu kriegen.

 

GTLM hatte einen schönen Kampf an der Spitze. SRT, Corvette und Porsche kämpften um den Sieg, BMW hatte aufgrund niedriger Höchstgeschwindigkeit keine Chance auf den Sieg und der Aston Martin hatte nicht das Handling (und war einer der Verlierer der BoP Regelungen).

Es waren fantastische 23 Stunden und 40 Minuten in diesem Rennen, außer die zweite Stunde, wo Memo Gidley in den langsam fahrenden Matteo Malucelli reingefahren ist, ich wünsche beiden an dieser Stelle eine gute Gesenung.

Nun aber die letzten 20 Minuten, die waren nämlich die reinste Katastrophe. Es ist folgendes geschehen. Der Magnus Racing Porsche 911 von Dion von Moltke fuhr mit kalten Reifen gegen die Reifenstapel, konnte aber das Rennen nach kürzester Zeit wiederaufnehmen. Es war also nur ein Zwischenfall. Aber die Offizielen sahen das anders und geben nochmal eine gelbe Flagge, aber für was? Während früher im Rennen es ständig solche Zwischefälle gab und es den Offizielen überhaupt nicht interessierte, ist es in den letzten 20 Minuten des Rennens plötzlich was ganz anderes. Es war das was man vorher befürchtet hatte, dass die Nascar die TUSCC Serie kaputt machen. Die Gelbe Flagge wurde natürlich gemacht, um das komplette Feld nochmal zusammenzuschieben und eine “sieben Minuten Shootout a la Nascar zu machen“. Ich hatte da dieses Nascar Gefühl, so ungefähr wie: “ So wer verursacht heute den Big One in der letzten Runde?“ Die Gelbe Flagge war unnötig und hat niemand gebraucht, es war einfach nur ein Gimmick um das Rennen spannender zu machen.

Nun nachdem schließlich die Grüne Flagge wieder geweht worden ist, entwickelte sich ein Zweikampf um die Führung in der GTD Klasse zwichen den Level 5 Ferrari und Flying Lizard Audi R8. Winkelhock im R8 attakierte Per Guidi im Ferrari 458 in der letzten Runde des Rennes. Sie waren Seite an Seite bis eine schnelle Linkskurve kam. Winkelhock blieb auf seiner Linie, die allerdings außen war, somit verlor er die Kontrolle und rutschte ins Gras. Der Ferrari von Per Guidi war innen, hat aber Winkelhock weder nach außen gedrängt noch mit ihm Kontakt gehabt. Mal wieder sahen das die Offizielen anders und gaben Per Guidi direkt nach dem Rennen eine 75- Sekunden Strafe für “vermeidbaren Kontakt“. Level 5 war nicht einverstanden, die ganzen Fans waren nicht einverstanden, nicht einmal die Fox Sports 1 Reporter waren damit einverstanden und konnten die Entscheidung schwer nachvollziehen. Die Entscheidung gab im Grunde genommen keinen Sinn. Das sah Scot Elkins und seine Crew auch so und gaben Per Guidi den Sieg vier Stunden nach dem Rennende wieder.

Ich hoffe einfach, dass sowas nicht wieder vorkommt.

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